Kunstforum der Kreativität
von Künstlern und Kunsthandwerkern mit Kunstinteressierten
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"DAS LEBEN IST KUNST"
Anmerkungen zum Werk Scheidhauers
Fritz Isenmann, Redaktion ArtCreation.de


Frank Scheidhauer - ein Künstler, der

das Leben in seiner Vielfältigkeit ergründet, erkundet, hinterfrägt,
aus dem Kelch des Lebens und seines Leben als Künstler empathisch trinkt,
in und durch die Kunst lebt,
als Mensch unter Menschen lebt und diese wahrnimmt, sieht, spürt,
die Schwingungen der Lebenslinien interpretiert und uns damit konfrontiert,
uns zum Nachdenken und Innekehren anregt,
das Sichtbare und Unsichtbare aufsaugt und thematisch transformiert.


Die Themen der Bilder und deren thematische Ausarbeitung spiegeln sein Leitbild des menschlichen Daseins wider:

Mensch sein unter Menschen,
Gemeinsinn und nicht Vereinzelung


Lassen Sie mich meine persönliche Interpreation an drei exemplarisch ausgewählten Themen seines Werks kurz darstellen - eine Würdigung seiner künstlerischen hohen Gereiftheit überlasse ich dem Betrachter.   

"Mit Hand und Fuß"
Aquarelle von Händen und Gesten, die die scheinbar umgebende Kälte (blau gehalten) mit Wärme und Ausstrahlung (rot gehalten) durchbrechen.
Die Sprache und Macht von Gesten als zwischenmenschliche Kommunikationsform und deren positive, aber auch negative Ausstrahlung und Wirkung.

"Leben (Kurven und Linien)"
In diesem Zyklus zeigt Scheidhauer die (psycho-)sozialen Formungen menschlicher Existentialität - beginnend mit Geburt und endend mit der Vergänglichkeit.
Dazwischen liegend die jeweiligen gebauten Nester menschlicher Sozial- und Kommunkationsformen:
  • aktiv das Leben formen, dem Leben und dem Mitmenschen die Hand geben im Sinne eines "Wir" oder aber
  • eine Dominanz des Individuums gegen das "Wir" im Sinne eines übersteigerten Egos oder
  • ein aktives und positives Agieren gegen eine zunehmende soziale Clusterbildung in einer kälter und aggressiver werdenden menschlichen Umgebung.

"Raumsparmensch"
Auf der digitalen Galerie seiner Homepage beschreibt Scheidhauer diesen Zyklus mit "Raumsparmensch, jeder baut sich sein eigenes Gefängnis".

Der zunehmende Hang der Individualisierung des Einzelnen in der Gesellschaft und damit einhergehend eine Vereinzelung des Individuums - begleitet mit einer abnehmenden Sozialkompetenz.


In weiteren Themen wie "Der Mensch in seiner natürlichen Umgebung (ohne Mensch)", "Gefühle und andere Kuriositäten", "365 Portraits - Ein Mensch für jeden Tag", "Landschaften (innen)", "Geburt und Tod", "Der Sinn des Lebens & andere Gruseligkeiten" und "Visionen vom Leben" zeigt uns der durch seinen Beruf als Ergotherapeut geprägte und gereifte Scheidhauer sich selbst:
als einen ausgeprägt philanthropischen, empfindsamen und feinsinnigen Menschen, der das Leben im Hier und Jetzt in einer sozial-kommunikativen Gemeinschaft sieht.
als einen, der die un/sichtbaren Wände menschlichen Daseins niederreißen will, der bewusst provozierend dem Menschen als Enfant terrible gegenüber tritt, sie durch seine Direktheit und Natürlichkeit verunsichert, aus der Reserve lockt und damit seine schützende Masken abkratzt.  



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