Kunstforum der Kreativität
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GALERIE
"MYTHS, LEGENDS, FABLES"

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"Überall auf der Erde stoßen wir auf Orte, auf pflanzliches oder tierisches Leben, die in uns Erinnerungen an die Entstehung der Welt wachrufen. Die heutige Wissenschaft versucht die Entstehung des Alls und die Erschaffung des Lebens zu erklären. Für die ersten Menschen aber konnte nur eine göttliche Macht voll unfassbarer Kreativität die Welt und den Menschen aus dem Nichts erschaffen. In der Morgendämmerung des Menschengeschlechts waren es die Mythen mit ihrem Gefolge von Göttern und Fabelwesen, die den Menschen das Unfassbare begreiflich machten und seine Welt zu verstehen halfen.
Alle Völker der Erde haben ihre eigenen, ganz besonderen Mythen, in denen die Menschen früherer Zivilisationen Antworten auf ihre Fragen nach der Entstehung der Welt, den Ursprüngen des Menschen, dem Jenseits und unbegreiflichen Naturphänomenen. Mythen spiegeln bis heute Wünsche und Hoffnungen wider und drücken zugleich Ängste und Sorgen der Menschen aus.
Götter, Heroen und Dämonen sind zahllos und unübersehbar. Sie sind präsent in Literatur und Kunst, aber auch in Kulturpraktiken und täglichen Gewohnheiten, haben unterschwellig Anteil an Entscheidungen, die Menschen treffen, an Handlungen, die sie ausführen.
Die Götter repräsentierten, kristallisierten, manifestierten das, was für die Völker das Heilige, das Wesentliche, das Unantastbare war. Sie existierten mehr in den Herzen  als in der Realität. Sie drückten bedingungslos die Bedürfnisse, Wünsche, Bestrebungen der Menschen aus, ebenso sehr wie das, was sie jenseits der Unzulänglichkeiten ihrer Lebensumstände, Handlungsgrenzen, Risiken ihrer Unternehmungen konstituierten. So widersetzen sich die mythischen Erzählungen allen materiellen Umständen sowie den Grenzen von Zeit und Raum. Sie sind „wunderbar“, und um sie richtig zu verstehen, müssen wir unsere Logik der Vernunft beiseite lassen. Sie wenden sich an einen anderen Teil von uns, der nicht ohne Verbindung zu unserer täglichen Erfahrung steht, sich aber mit viel Freiheit über sie erhebt. Es ist eines der wesentlichen Merkmale des Mythos, sich fordern zu lassen und die Hülle vielfältiger Glaubensvorstellungen zu sein, zu erlauben zu träumen und Nachdenken zu provozieren. Mit großem Interesse treten wir in eine Welt, welche nicht die unsere ist und uns zu Ausreißern nach außerhalb unseres geistigen Horizontes werden läßt."
Sigrid Koerner
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